Freitag, 20. Oktober 2017

[Rezension] Tanja Heitmann - Das Haus am Fluss

Tanja Heitmann - Das Haus am Fluss

Ganz herzlichen Dank an das Bloggerportal und blanvalet fürs zur Verfügung stellen dieses wunderbaren Taschenbuchs.


Angaben zum Buch:
Titel: Das Haus am Fluss
Autorin: Tanja Heitmann
ISBN: 978-3-7341-0411-4
Erscheinungsdatum: März 2017
Preis: 9,99 €
Verlag: blanvalet


"Nimm dein Leben in die Hand und lebe es. Das ist es, wofür die Rubinnadel steht."

Inhalt:
Eine Reise in die Vergangenheit wird zum Neubeginn ...

Eines Morgens sitzt Marie im Auto und fährt – nach Norden. Gemeinsam mit ihrem Sohn will sie im alten Sommerhaus der Familie einen Neuanfang wagen, fernab der Geister ihrer Vergangenheit. Das heruntergekommene Anwesen liegt einsam in einem verwilderten Garten am Elbdeich und verspricht die ersehnte Ruhe. Doch während sie es renoviert, entdeckt Marie in den alten Mauern Spuren des Glanzes vergangener Zeiten. Sie erzählen eine Geschichte von Liebe und Verrat – und von der Hoffnung, dass es für das Glück nie zu spät ist ...

Autorin:
Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren und arbeitet in einer Literaturagentur. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane, unter anderem den sensationellen Erfolg "Morgenrot", der monatelang auf den Bestsellerlisten stand. Mit "Das Geheimnis des zweiten Sommers" schrieb Tanja Heitmann ihre erste Familiensaga vor der Kulisse der Nordsee und sich selbst in die Herzen ihrer Leserinnen. "Das Haus am Fluss" spielt erneut in ihrer ganz persönlichen Sehnsuchtslandschaft.

Quelle: blanvalet

Meine Meinung:
Düsteres, unheilverkündendes Wetter über einem Reetdachhaus. Die perfekte Idylle mit dem dunklen Geheimnis, dass sich über alles legt. Ein wirklich gelungenes Cover. Und auch der Grund, warum ich mich für das Buch überhaupt interessiert habe.
Nun aber zum eigentlich Wichtigen, dem Inhalt des Buchs.
Marie und ihr Sohn Valentin ziehen von Frankfurt am Main in den kleinen Ort Tidewall, der zu Dithmarschen gehört. Dort sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht und Marie hofft auf einen Neuanfang.
Erst im Laufe der Geschichte erfährt man, was in ihrer Vergangenheit dazu führte, dass sie diesen Schritt gehen musste.
Gerald, einem entfernten Verwandten, gehört das Kapitänshaus, in dass Marie mit Valentin zieht. Seine Mutter ist Marlene, die im Buch eine tragendere Rolle übernimmt.
Um das Obergeschoss des Kapitänshauses rankt sich ein Geheimnis, dem Valentin und Marie auf die Spur kommen wollen.
Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen oder eigentlich sogar auf dreien. Es geht um die Geschichte von Mari, die 2013 ansetzt, dann gibt es Sprünge in die goldenen 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, wo sich die junge Mina, die im Kapitänshaus lebt, in einen Bediensteten verliebt. Später springt die Geschichte in die frühen 40er Jahre, mitten im 2. Weltkrieg und man spürt selbst im kleinen Tidewall die Auswirkungen der NS-Ideologien. In dieser Zeitebene spielt nicht nur Mina, sondern auch ihre Tochter Marlene eine Rolle.
Nach und nach erfährt man außerdem, was es in der Familie Boskopsen mit einem wertvollen Erbstück, der Rubinnadel auf sich hat.

Schreibstil:
Eine wunderbare und spannende Familiengeschichte über mehrere Generationen und Zeitebenen. Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr. Die Geschichte ist angenehm und flüssig zu lesen.

Charaktere:
Marie steht im Zentrum der Story, doch mit ihr auch Mina, Adelheid und Marlene. Alle samt auf ihre Weise starke Frauenbilder und sie wecken positive wie auch negative Gefühle beim Lesen. Besonders Marie habe ich sehr ins Herz geschlossen.

Mein Fazit:
Eine spannende Geschichte mit starken weiblichen Charakteren und jeder Menge überraschender Momente. Ich persönlich liebe Romane, die auf mehreren Zeitebenen spielen und da passt dieser natürlich perfekt. Für mich ein absolutes Lesehighlight des Jahres 2017.

Bewertung: 5 von 5 Sternen

[Messebericht] #FBM17

Frankfurter Buchmesse 2017 - Ein Bericht

Die Frankfurter Buchmesse 2017, meine 14. FBM und doch etwas Besonderes für mich, im Positiven wie im Negativen. Doch alles der Reihe nach.
Als alter FBM-Hase habe ich mir natürlich vorher wieder einen Plan erstellt mit allen Terminen, die mich interessieren. Dass man sowieso nie alle besuchen kann, muss ich hier eigentlich nicht erwähnen und so war es auch in diesem Jahr. Doch es gab trotzdem genug, was ich euch nun berichten kann.
Los ging es für uns am Freitag Morgen gegen acht Uhr (ich bin gemeinsam mit einer Freundin, Theresa, hingefahren).
Da ich mit WortKunstSalat im Vorfeld besprochen hatte beim Treffpunkt der #notalonefbm17 Leute dabei zu sein, haben wir uns direkt zu Halle 3 und raus auf die Agora begeben. Dort gab es ein großes Hallo mit tollen Bloggerinnen und sogar die ARD hat uns interviewt und ein Foto geschossen für den Liveticker der Hessenschau. Hier findet ihr den Link zum Foto.

Endlich ging es über das Gelände.
Beim KOSMOS Verlag musste ich als eingefleischter "Drei Fragezeichen"-Fan natürlich halt machen, wie jedes Jahr. Und natürlich habe ich auch gleich wieder etwas für den Weihnachtswunschzettel gefunden. 


Ein EXIT-Game mit Aufgaben der "Drei Fragezeichen". Ich mag EXIT-Games sehr gerne (die die man in ganzen Räumen spielt) und bin daher neugierig, wie wohl solche Kartenspiele funktionieren, auch weil sie ja als Einwegspiele ausgelegt sind.
Mittags ging es in Halle 3.1 zur Verleihung des ersten Buchblog Awards #bubla17 


und gewonnen haben Kaffeehaussitzer und LiterarischerNerd. Dafür dass überwiegend Bloggerinnen auf der Shortlist standen, sind es leider zwei Blogger geworden. Ich mag den Kaffeehaussitzer gerne, deshalb fand ich es nicht so schlimm, hätte es aber tatsächlich Bröselchen von Brösels Bücherregal mehr gegönnt. Aber das ist wohl auch einfach Geschmacksache. Übrigens habe ich nach der Veranstaltung auch kurz mit Babsie von TheBlueSirenBlog sprechen können.
Dann ging es weiter durch die Hallen. Und am Stand von WERKHAUS habe ich etwas Lustiges entdeckt. Ein Toilettenhaus. Seht selbst.



Weiter ging es in den französischen Pavillon. Leider habe ich mein Handy nicht richtig einstellen können, so dass die Bilder überbelichtet sind. Daher verzichte ich besser darauf sie zu posten.
Gruselig fand ich übrigens diesen Struwwelpeter. Da ist die deutsche Version ja geradezu harmlos.


Dafür gab es wieder jede Menge tolle Illustrationen von Benjamin Lacombe. Vor allem "Alice im Wunderland" hat mir gefallen.


Zum Abschluss des wirklich gelungenen Tages haben wir uns die Lesung von Paula Hawkins zu ihrem neuen Buch "Into the Water" angesehen und sie hat zwei Fans hinzugewonnen.




Samstag bin ich alleine zur FBM gefahren. Es war deutlich mehr los auf dem Messegelände, aber alles lief super und so kam ich pünktlich zur Vorablesen-Veranstaltung, zu der ich eingeladen war. Emily Bold las aus ihrem neuen Roman "Der Duft von Pinienkernen" und es war einfach toll. Sie war zwar echt aufgeregt, machte das mit ihrem Charme aber gleich wett und wer von uns ist vor so vielen Leuten nicht auch aufgeregt.


Mittags habe ich mich mit Ella und Nehlian von Bücherweltenwanderer getroffen und so verquatscht, dass wir 3 Stunden im Azubi Bistro gesessen haben ohne die Zeit im Blick. Wir haben zwar ein paar Autoren und Veranstaltungen verpasst, dafür aber ein wunderbares Gespräch geführt.
Als ich sie zur Open Stage brachte, weil dort Sebastian Fitzek auftreten sollte, habe ich noch folgendes Bild gemacht:


Jetzt könnte man meinen, die stehen dort alle wegen Fitzek, doch weit gefehlt. Die meisten wollten ein Autogramm von Cassandra Clare.



Beim Rowohlt Verlag war ich am Stand eingeladen zur Präsentation von Andreas Winkelmanns Thriller "Housesitter". Dort angekommen, wurden wir eingeladenen Blogger herzlichst empfangen. Es gab Kuchen, Schnittchen, Kaffee und Wasser. Die Leute vom Verlag waren super nett und der Autor plauderte aus dem Nähkästchen.



Vom Tumult zwei Gänge weiter haben wir nichts mitbekommen. Im Gegenteil, die Veranstaltung bei Rowohlt war so toll, dass wir komplett die Zeit vergessen haben. Für mich war dieser Termin wirklich ein gelungener Abschluss des zweiten Messetages.
Erst zu Hause bekam ich mit, was sich währenddessen zwei Gänge weiter ereignet hatte. Ich möchte an dieser Stelle allerdings nicht den Namen des rechtsorientierten Verlags nennen, denn ich möchte mit meinem Blog einem solchen Verlag keine "Werbeplattform" bieten. Wir wissen schließlich alle, dass auch negative Schlagzeilen eben Schlagzeilen sind und dieser Verlag hat genügend Aufmerksamkeit zurzeit.
Trotzdem möchte ich aber ein paar allgemeine Gedanken zu rechtsextremen Verlagen äußern (das ist hier nur meine Meinung). Natürlich ist die Meinungsfreiheit ein hohes Gut, aber gerade mit einer nationalsozialistischen Vergangenheit, wie Deutschland sie hat, muss man auch als Veranstalter der Frankfurter Buchmesse Verantwortung übernehmen und darf sich nicht hinter der Meinungsfreiheit verstecken. Ich selbst war wie gesagt bei den Ereignissen nicht dabei, kann daher dazu nicht wirklich etwas sagen. Fakt ist aber, dass jegliche Gewalt auf einer Buchmesse nichts zu suchen hat und dass solche Personen des Ortes verwiesen werden sollten. Da ja bereits im Vorfeld klar war, dass es zu Provokationen kommen würde, verstehe ich nicht, dass es wirklich dazu kommen musste. 
Rechtsextremismus auf Buchmessen wird wohl leider noch häufiger ein Thema sein und ich kann nur hoffen, dass die Leipziger für März aus den Fehlern der Frankfurter lernen wird. Denn es ist auf einer Buchmesse für vielen Platz, aber nicht für menschenverachtendes, ausländerfeindliches Gedankengut.


Montag, 9. Oktober 2017

[Montagsfrage] #6




Zuerst möchte ich mich mal bei Buchfresserchen für die tolle Organisation der Montagsfrage bedanken. Ich glaube nämlich, dass es extrem schwierig ist über einen längeren Zeitraum Fragen zu finden, die sich nicht immer gleich anhören. Das Thema Buch und Buchbloggen ist groß, aber man bleibt doch oft an den gleichen Dingen hängen und da finde ich es toll, dass es Leute wie Buchfresserchen gibt, die den Überblick behalten und uns mit ihren Fragen "löchern". Ich bin ja noch nicht lange dabei und habe auch die letzten 2 Wochen ausgesetzt, da ich etwas blogmüde war, aber heute möchte ich meinen Senf zur neuen Montagsfrage dazugeben. Jetzt aber zur eigentlichen Montagsfrage:

Wie viel bedeuten euch beim Bloggen über Bücher die Zahlen? Follower, Likes, Shares...macht ihr euch etwas daraus?

Ich blogge aus reinem Spaß an der Freude, mal mehr, mal weniger. Aber wenn der Spaß verloren gehen würde, würde ich auch nicht mehr bloggen. Beim Umgang mit dem Blog fallen einem die Zahlen natürlich zwangsläufig auf. Ich wundere mich oft, warum ich bei Twitter und Instagram (wo ich gerade einmal eine Woche bin) so eine große Reichweite habe, doch mein Blog bei einer Zahl von unter 70 Followern herumdümpelt. Ich glaube zwar nicht, dass Google Friend Connect wirklich alles wiederspiegelt, da viele ja einfach über einen RSS-Feedreader followen (wie ich selbst übrigens auch), aber wenn ich dann auf anderen Blogs die große Schar sehe, dann bin ich zugegebenermaßen manchmal schon ein bisschen neidisch. Allerdings müsste ich dafür wohl auch um einiges mehr an Content bringen, was für mich aber eher in Stress ausarten würde.
Deshalb gilt für mich, ich freue mich über jeden Follower, aber vor allem über die Kommentare, die mir zu den einzelnen Beiträgen geschrieben werden. Denn gerade die Kommentare sind wichtig, um ein Gespür für die Leser/innen zu bekommen. Was bringen mir Follower, die zwar gelistet sind, aber keinen meiner Artikel lesen. Davon habe ich ja im Endeffekt auch nichts.
Denn wenn wir ehrlich sind, schreiben wir unsere Blogs doch einzig und allein für unsere Leser/innen.

Übrigens musste ich eben kurz überlegen was Shares (gelesen Schaars) sind bis ich gemerkt habe, dass damit sharing gemeint war. Das hat zu einem kurzen Lacher geführt, weil ich mit den Gedanken so durcheinander war, dass ich das nicht erkannt habe.

Wie seht ihr das mit den Zahlen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Freitag, 6. Oktober 2017

[Mystery Blogger Award] Heute mal anders




Ich wurde von der lieben angeltearz für den "Mystery Blogger Award" nominiert. Ich hab mich natürlich gefreut, auch wenn ich diese Art Awards nicht so mag.
Ins Leben gerufen wurde der Award von der Bloggerin Okoto Enigma.

Und ich wandle das ganze Spielchen jetzt ein wenig ab. Denn 1. bin ich kein Fan von irgendwelchen Blogger Awards (den Liebster Award hab ich komplett ignoriert) und 2. finde ich es blödsinnig auch noch 10-20 Blogger zu nominieren, die das Ganze vielleicht sogar schon x-mal gemacht haben.

Da ich mich aber natürlich geehrt fühle, dass angeltearz an mich gedacht hat und sie sich ein paar schöne Fragen überlegt hat, möchte ich diese natürlich trotzdem beantworten, auch wenn ich bei dem "Kettenbrief-Award" nicht wirklich mitmache (Eine muss ja gegen den Strom schwimmen *hüstel*).

Hier also die Fragen und Antworten:

1. Welche Buchverfilmung findest du am besten?
Ich finde Buchverfilmungen im Allgemeinen eher schlecht oder zumindest schwach umgesetzt. In den letzten Jahren konnte mich auch keine wirklich überzeugen. Oft war ich einfach enttäuscht. Bis letzten Dienstag hätte ich definitiv "Das Parfum" von Patrick Süskind gesagt. Diese Verfilmung finde ich auch wirklich gelungen, denn man hat bereits zu Beginn das Gefühl wirklich in der Geschichte des Buchs zu stecken. Aber am Dienstag war ich dann in "ES" von Stephen King und ich habe mich ein bisschen in Pennywise verliebt. Ich finde der Schauspieler hat diese Rolle unglaublich gut verkörpert und auch die Kinder haben das toll gemacht. Natürlich konnte nicht alles was im Buch vorkam 1 zu 1 übernommen werden. Dafür sind die Bücher von Stephen King immer viel zu komplex. Aber es kam durchaus nah dran. Und Pennywise war einfach mein persönliches Highlight. Also wer noch nicht drin war, husch, husch ins Kino. Es lohnt sich!

2. Welche Stadt möchtest du unbedingt mal bereisen?
In Deutschland ist es auf jeden Fall noch Husum (Störtebeker lässt grüßen). Wenn ich ans Ausland denke, dann ist es auf jeden Fall Stockholm und Reykjavik. Ihr merkt schon, es zieht mich in den Norden. Obwohl ich aus Hessen komme und bis jetzt wohntechnisch Hessen immer treu geblieben bin, zieht es mich tatsächlich in den Norden. Ich kann mir durchaus vorstellen irgendwann auch in Schweden zu leben.

3. Spielst du gerne am PC oder einer Konsole? Und wenn ja was?
Ich zocke seit vielen Jahren Wimmelbildspiele auf dem PC. Als Onlinespiel bin ich oft bei Uptasia unterwegs (wer mich besuchen kommen will, auf Server 1 ist mein Zuhause und ich heiße dort whipcord2), ansonsten darf es auch mal düster und gruselig sein. Meine liebsten Zockerspiele der vergangenen 12 Jahre waren "Alice" und vor allem "Fear". Beim "Witcher" schaue ich unglaublich gerne zu, weil ich die Graphik und vor allem die Story so mag. So ging es mir auch bei den "Assassin's Creed"-Teilen. Dank meiner Zeit als Informatikstudentin bin ich um Counter Strike nicht wirklich herumgekommen. Habe es aber schon ewig nicht mehr gezockt.
Konsole hieß bei mir früher immer Nintendo. Mit der Playstation konnte ich lange nichts anfangen. Da mein Freund aber ein absoluter Playstation-Fan ist, habe ich mich jetzt zumindest schon mal ran gewagt. Allerdings werde ich mit den ganzen Knöpfen wohl nie zurechtkommen. Ich bin und bleibe einfach ein Nintendo-Kind.

4. Sammelst du etwas? (außer Bücher!)

Eine gute Frage. Früher hätte ich sofort antworten können. Damals habe ich Briefpapier, Stifte, Postkarten, aber auch Sneakers gesammelt. Tja, mittlerweile bin ich total langweilig geworden und sammle tatsächlich ein Geschirrset. Von Friesland "Kleine Brise". So richtig wie Oma früher. Aber ich bin ja auch in dem Alter wo man plötzlich gerne schwarzen Tee, schwarzen Kaffee, trockenen Rotwein und seit neustem, ich gebe es beschämt zu, auch Sherry mag. OMG, ich werde alt. Und dann eben auch noch das Geschirr.

5. Was wäre dein größter Wunsch?
Mein größter Wunsch wäre es, ein eigenes Haus mit Garten und darin einen Lesepavillon zu haben. Im viktorianischen Stil mit viel Glas und Licht und vielen tollen Pflanzen darin. Das wäre mein Traum. Ach ja und mittendrin ein Schaukelstuhl nicht zu vergessen.

So, ihr Lieben. Nun habe ich wieder einmal ein wenig von mir verraten und ich hoffe, ihr hinterlasst mir einen Kommentar und verratet mir, was ihr so über die Fragen denkt. Ich freu mich drauf.

Sonntag, 1. Oktober 2017

[Rezension] Judith Gridl - Das Leben meines besten Freundes

Judith Gridl - Das Leben meines besten Freundes


Ein besonderes Dankeschön geht an die Autorin Judith Gridl, die mich anschrieb und fragte, ob ich ihr Buch lesen möchte. Und natürlich an den KNESEBECK Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

Angaben zum Buch:
Titel: Das Leben meines besten Freundes
Autorin: Judith Gridl
ISBN: 978-3-95728-063-3
Erscheinungsdatum: September 2017
Preis: 14,95 €
Verlag: KNESEBECK


"Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt."

Inhalt:
Samir und Jacob sehen sich zum Verwechseln ähnlich – stammen aber aus ganz unterschiedlichen Welten. In Samirs rauem Umfeld zählt allein das Faustrecht, während Jacob überbehütet aufwächst. Als Jacob auf ein Elite-Internat geschickt werden soll, aber viel lieber bei seiner ersten Liebe Fine bleiben will, bietet sich für beide die Gelegenheit, ihre Welten zu tauschen. Während Samir vom Internat aus seinen von einem arabischen Clan verschleppten Vater sucht, nimmt Jacob endlich sein Leben in die Hand und kommt auch selbst der Lösung des Falls näher.

Autorin:
Judith Gridl wurde 1970 in Burghausen (Bayern) geboren. Sie studierte Jura in München und Journalismus in Paris. Sie etablierte sich dann als Fernsehjournalistin und schrieb Drehbücher und Kurzgeschichten. Bei Knesebeck erscheint ihr erster Jugendroman. Seit zehn Jahren lebt sie mit Mann und Kindern in Berlin.

Quelle: KNESEBECK Verlag

Meine Meinung:
Zwei Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen das Leben des jeweils anderen zu meistern. Was als verrückte Schnapsidee beginnt, öffnet den beiden Freunden neue Türen in ihrem Leben und gibt ihnen Mut für die Hürden des Alltags.
Judith Gridl zeigt mit ihrem Roman und den Hauptfiguren Samir und Jacob, wie stark Freundschaft und wie mutig jeder einzelne durch dieses Band sein kann.
Der Autorin ist es gelungen, die Ängste, Nöte und auch die Liebe der Jugendlichen mit viel Gefühl und Spannung in diesen Roman zu packen.

Schreibstil:
Abwechselnd aus der Sicht von Samir und Jacob erzählt und zur Auflockerung zwischendrin auch Kurznachrichten.
Judith Gridl hat zwei Welten geschaffen, die aufeinanderprallen. Man erhält einen tollen Einblick in die High Society und die "orientalische Welt" Berlins.

"Vertraue Allah, aber binde dein Kamel an."

Charaktere:
Samir und Jacob, zwei Freunde, die in unterschiedlichen Stadtteilen Berlins und Welten leben. Der eine mit reichen Eltern und Leistungsdruck, der andere ums Überleben der Familie kämpfend und um die Aufklärung des Mordes an seinem Vater.
Doch so unterschiedlich sie auch sind, ihre Freundschaft ist so stark, dass sie sich gegenseitig den Halt geben, den sie brauchen. Als Leser fiebert man mit ihnen mit und hofft, dass sie nicht auffliegen mit ihrer Tauschaktion und dass alles ein gutes Ende nehmen wird.

Mein Fazit:
Ein toller Jugendroman mit spannendem Showdown, der die Macht der Freundschaft betont und Mut macht, sich gemeinsam mit dem besten Freund Kopf über ins Leben zu stürzen.
Für mich ein sehr beeindruckendes Buch und daher absolut lesenswert!

Bewertung: 5 von 5 Sternen