Mittwoch, 1. November 2017

[Spielbesprechung] Ken Follett - Das Fundament der Ewigkeit - Brettspiel

Brettspielrezension zu Das Fundament der Ewigkeit

Ich möchte mich bei der Lesejury und beim KOSMOS Verlag für dieses tolle Brettspiel bedanken. Es hat mir großen Spaß gemacht, es zu testen.



Produktinformationen "Das Fundament der Ewigkeit - Ein Ken Follett Spiel"

Europa zur Regierungszeit von Elisabeth I. Die mächtigen Länder England, Frankreich, Spanien und die Niederlande stecken mitten in den aufkommenden Konflikten zwischen den verschiedenen Konfessionen. Katholiken und Protestanten streiten gleichermaßen um Macht und Einfluss in den Ländern. Mittendrin in dieser politisch instabilen Lage agieren die Spieler als Angehörige einflussreicher Familien. Wer in allen vier Ländern seinen Einfluss stärken will, muss zuverlässige Verbindungen zu wichtigen Personen der Gesellschaft knüpfen. Ständig kommt es zur Machtprobe in den Ländern und nicht selten werden diejenigen, die dann mit der unterlegenen Konfession sympathisieren, aus dem Land vertrieben. Wer nutzt die wechselnden Machtverhältnisse in Europa am besten für sich aus?

Inhalt: 1 Spielplan, 24 Würfel, 80 Spielkarten, 28 Vorteilsplättchen, 16 Schutzplättchen, 16 Handelshäuser, 30 Religionssteine, 56 Warenplättchen, 2 Konffliktfackeln, 4 Siegpunktscheiben, 4 Aktionsscheiben, 1 Startspielerzeichen, 4 Abdeckkreuze, 1 Spielregel

Quelle: Kosmos Verlag

Das Spiel basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ken Folltett und ist bereits das dritte Brettspiel der Reihe.
Optisch ist es mit viel Liebe zum Detail ausgestattet worden. Das Brett hat viele tolle Motive, die einzelnen Städte sind an ihren Kirchen wiederzuerkennen. Allerdings hätte das Brett auch etwas  kleiner sein können, da es viel Freifläche gibt, die zwar hübsch bemalt ist, die aber irrelevant fürs Spiel ist.
Auch die Karten sind wunderschön.
Die Spielfiguren und Würfel sind aus Holz, was einen hochwertigen Eindruck macht. Außerdem gibt es Pappblättchen, die sehr schöne Motive haben.

Eindruck beim Spiel:
Gespielt haben wir es zu zweit, damit wir es schon mal kennenlernen konnten, bevor wir es beim nächsten Spieleabend gemeinsam mit Freunden spielen wollen.
Zu Beginn haben wir versucht die Regeln per Anleitung zu verstehen, was wir recht schnell aufgegeben haben. Stattdessen haben wir uns das Spiel über ein Youtube-Video erklären lassen, was super funktioniert hat. Wir haben es auf Anhieb verstanden und konnten danach gleich loslegen mit der ersten Runde. So sind wir auch gleich auf die Sonderregelung bei 2 Spielern aufmerksam gemacht worden.
Allerdings hatten wir zu Beginn etwas Probleme die zwei Halbjahre komplett durchzuziehen und nichts zu vergessen.
Zu zweit kommt leider nicht so viel Action auf wie erhofft. Und zu Anfang kann man nur wenig taktieren, weil man damit beschäftigt ist an alle Spielzüge und Aktionen zu denken. Man muss doch erst mit allen Zügen und Symbolen vertraut sein, um wirklichen Spielspaß zu erleben.
Doch bereits beim zweiten Anlauf lief das Spiel deutlich flüssiger und es begann dann auch schon richtig Spaß zu machen.
Ich denke mit 4 Spielern wird es aber noch um einiges kniffliger und man kann es taktischer spielen als zu zweit.

Fazit:
Eine tolle Idee, Spiele zu Romanen zu entwickeln. Dieses Brettspiel ist hochwertig verarbeitet und im Konzept nicht zu anspruchsvoll. Die Idee mit der Konfessionsmehrheit in einer Stadt macht das Spiel spritziger und so kann man seinen Mitspielern auch mal eins auswischen.
Alles in allem ein solides Brettspiel, was sein Potential erst bei mehr als zwei Spielern so richtig entfaltet. Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen. Ich freue mich schon auf unseren Spieleabend.

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